Kapitalmodelle in der institutionellen Anlage

Theoretische Fundierung und praktische Anwendung

Kapitalmodelle

Grundlagen der Kapitalmarkttheorie

Kapitalmodelle bilden die theoretische Grundlage für die Bewertung von Wertpapieren und die Konstruktion effizienter Portfolios. Sie helfen institutionellen Investoren, Rendite-Risiko-Profile zu verstehen und fundierte Allokationsentscheidungen zu treffen.

Capital Asset Pricing Model

Das CAPM bleibt trotz bekannter Limitationen ein zentrales Werkzeug zur Bestimmung erwarteter Renditen. Es postuliert einen linearen Zusammenhang zwischen systematischem Risiko und erwarteter Rendite. Institutionelle Anleger nutzen das CAPM zur Bewertung von Eigenkapitalkosten und zur Performance-Messung.

CAPM Analyse

Arbitrage Pricing Theory

Die APT erweitert den Ein-Faktor-Ansatz des CAPM um multiple Risikofaktoren. Makroökonomische Variablen wie Inflation, Zinssätze, Industrieproduktion und Risikoprämien fließen in die Bewertung ein. Dies ermöglicht eine differenziertere Risikoanalyse.

Multifaktor-Modelle

Moderne Multifaktor-Modelle wie das Fama-French-Modell integrieren Größe, Value und Profitabilität als zusätzliche Erklärungsfaktoren für Renditeunterschiede. Institutionelle Investoren nutzen diese Modelle für Faktor-Exposures-Analysen und zur Konstruktion faktorbasierter Portfolios.

Black-Litterman-Modell

Das Black-Litterman-Modell kombiniert Marktgleichgewichte mit subjektiven Anlegeransichten. Es adressiert praktische Probleme der Mean-Variance-Optimierung und liefert stabilere, intuitivere Portfoliogewichtungen. Viele institutionelle Asset Manager nutzen diesen Ansatz für ihre strategische Allokation.

Risikofaktormodelle

Statistische Risikofaktormodelle zerlegen Portfoliorenditen in systematische Faktoren und idiosynkratische Komponenten. Sie dienen der Risikoüberwachung, Attribution und dem Stress-Testing. Commercial Risk Models wie Barra oder Axioma finden breite Anwendung im institutionellen Asset Management.